Wieso im Tourismus Social Media einsetzen?
Die Frage ist leicht beantwortet. Der Einsatz von Web 2.0 & Social Media ermöglicht Tourismusunternehmen:
- flexibler Texte, Fotos, Audios & Videos zu veröffentlichen
- dadurch unabhängiger vom eigenen Contentmangement-System & Layout zu sein
- eigene Angebote attraktiver zu präsentieren
- viel schneller als zuvor zu informieren
- und das, ohne Programmier-Kenntnisse zu haben
- dort zu sein, wo die Zielgruppe online unterwegs ist
- und diese potenziellen Gäste/Besucher zum Klicken auf die eigene Website zu überzeugen
- bessere Verbreitung von positiver (aber auch nicht so positiver) Mundpropaganda durch Bewertungsplattformen
- authentischer zu kommunizieren
- dadurch Vertrauen und Sympathie aufzubauen
- schnelles Feedback auf Angebote
- für den Krisenfall vorzubeugen
Schwieriger wird die Antwort auf den individuellen Einsatz von Social Media?
Es gibt wohl keine Pauschalaussagen, die für jeden Betrieb, jede Destination oder jede Art von Tourismusmarketing zutrifft. Die Antwort wird in jedem Fall individuell ausfallen. Und die Suche nach dem sinnvollen Einsatz von Social Media begeistert mich immer wieder.
2005 experimentierte ich zum ersten Mal mit Weblogs im Zusammenhang mit Tourismusmarketing. Und seitdem bin ich überzeugt, dass viele der verschiedenen Web 2.0-Instrumente für den Einsatz im Tourismus ideal sind.
Heute buchen mich touristische Unternehmen für Beratungen, Workshops, Umsetzungen und Vorträge. Dabei liegt mein Fokus immer auf den praktischen Einsatzmöglickeiten des Web 2.0 - in Kombination mit dem klassischen Web 1.0 - im Tourismus.
Wie ich zum Web 2.0 im Tourismus kam"Eigentlich sollte jedes Tag jemand aus Ihrem Team ein Foto von Wien machen und es auf unserer Webseite veröffentlichen!"
Mit dieser Aussage meines Ex-Chefs begann 2005 meine touristische Liebesstory mit dem Web 2.0. Damals rollte ich natürlich innerlich mit den Augen. Aber ich wusste, dass in unseren Meinungsumfragen immer wieder nach mehr und größeren Bildern gebeten wurde. Gleichzeitig waren meine Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt: durch das Zeitbudget, durch das bestehende Online-Layout (von Print-Spezialisten entworfen), durch die unzureichenden technischen Ressourcen. Um nur drei zu nennen.
Es dauerte nicht lange, da erinnerte ich mich an meine ersten Blog-Erfahrungen. Von 2003 bis 2005 hatte ich als selbstständige Beraterin mehrere Blogs mit dem Gratisdienst von Google betrieben. Die Ziele waren unterschiedlich - von Projektmanagement bis PR. Auch den Begriff Web 2.0 hörte ich 2004 zum ersten Mal, die Zeit schien aber noch nicht reif. Jetzt aber wurde mir klar, dass ein Weblog uns aus der Klemme helfen würde, durch die flexible, rasche und unkomplizierte Veröffentlichung von Inhalten.
Nach einigem Zaudern packte ich meine einfache Digital Kamera, um in meiner knappen Freizeit einige Fotos des weihnachtlichen Wiens zu machen. Ich gebe gerne zu, das ich deswegen ziemlich nervös war. Mein fotografisches Talent ist sehr bescheiden! Die Fotos stellte ich mit dem Blogger-Dienst von Google online (wo sie immer noch sind, weil ich die Passwörter vergessen habe). Beim Verband war niemand besonders beeindruckt. Das Tagesgeschäft hatte uns mal wieder überrollt!
Einige Wochen später bat mich die Marktmanagerin für China um einen Werbetext über die Wien-Podcast-Serie einer chinesischen Studentin. Damals hört ich zum ersten Mal von Podcast-Sendungen im MP3-Format. Jetzt brannte ich vor Neugier!
Also absolvierte ich 2006 eine Intensiv-Ausbildung über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Instrumente des Web 2.0. Schon am ersten Tag hatte ich einen kurzen Audio-Beitrag über den Wiener Naschmarkt im Kasten. (Zum Hören bitte herunterladen - 3MB). Ob die Aufnahme amateurhaft anmutet? Und wie! Aber doch viel aussagekräftiger und lebendiger als die einzige Info, die ich bisher auf der Wien-Tourismus-Seite über dieses Wiener "Wahrzeichen" finden konnte.
Auch wenn ich den Versuch damals nicht weiterführte, stand für mich fest, dass viele der verschiedenen Web 2.0-Instrumente für den Einsatz im Tourismus ideal sind. Bis jetzt gehören meine alten Wienbilder zu den meist besuchten Angeboten meines Tourismusbranchen-Weblogs FastenYourSeatbelts.at, wo ich sie seit einigen Jahren anbiete.
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