Facebook oder Newsletter oder wie schicke ich meine Botschaft in die Welt

Letztes Jahr (!) veröffentlichte ich als Gastbloggerin diesen Beitrag „Facebook ersetzt Newsletter oder?“ im Tourismusblog der APA. Letzte Woche gab es – aus einem witzigen Anlass heraus – wieder neue Kommentare. Die sind so interessant, dass ich hier darauf reagieren möchte.

Gerti Gruber von www.pension-gruber.com schrieb:

Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass es nach wie vor zahlreiche “Facebook-Verweigerer” gibt, auch wenn die Zahl der Facebooker immer noch im Ansteigen ist. Jedenfalls wäre es schade, diese Gruppe komplett aus den Augen zu verlieren und gerade der verbindende Ansatz von Newslettern mit Verweisen auf Facebook kann auch wieder die Facebook-Resonanz erhöhen.

Genau: Die Zahl der Facebook-Accounts steigt zwar immer noch – allerdings nicht mehr exponentiell. Die Zahl der aktiven Nutzer stagniert hingegen. Ich bin überzeugt, dass generell nach einer gewissen Phase der Begeisterung die Facebook-Nutzungsverliebtheit etwas abkühlt.

Deswegen sollte Facebook im Idealfall nicht die einzige digitale Kommunikationmaßnahme neben der Webseite sein.

Sinnvoll ist auf jeden Fall, alle zur Verfügung stehen Medien zu nutzen, jedes in entsprechendem Maße.

Ja, und wir müssen vorher oder nach einer gewissen Experimentierphase klären: Wen will ich erreichen? Mit welchen Inhalten? Womit? Wie oft? Wie messe ich den Erfolg?

Ich denke, die Zeiten des monatlichen Newsletters sind vorbei, die E-Mail-Accounts gehen über, aber ein viertteljährliches Update, in dem man dann auch genügend Interessantes zu berichten hat, ist eins der wichtigsten Tools, die die Hotellerie verwenden kann.

Was die Hotellerie betrifft, so halte ich vierteljährlich für absolut vertretbar. Öfter hängt wirklich von Hotel und Zielgruppe ab. Und vom Inhalt, der geboten wird. Seltener halte ich für problematisch, weil die Abonnenten vergessen, dass sie sich (hoffentlich freiwillig) angemeldet haben.

Angela Zechmann von Bergheim-Tourismus kommentierte:

Ich glaube, ein all over Strategieplan mit definierten Zielen und abgeleiteten Maßnahmen wird angesichts der Vielzahl an (Social Media = Pull-)Instrumenten immer wichtiger. Und schlussendlich gibts auch noch andere Instrumente, wie eben Websites und Newsletter (Push).

Genau, bevor man die erste Botschaft rausschickt, sollte man schon überlegen, wie es weiter geht. Das ist auch einer der Grundsätze des Direct-Marketings.

Es könnte im Einzelfall schon rauskommen, dass sich das eine oder andere Instrument für die Zielerreichung besser eignet, aber ohne genaue Analyse kommts mir immer ein bisserl vor wie “Strickziehen”.

Ja, wie schon der großartige Peter Drucker sagte: Was du nicht messen kannst, kannst du nicht lenken.

Liebe Frau Gruber, liebe Frau Zechmann: herzlichen Dank für Ihr Feedback und liebe Grüße in den Westen!

Foto: Flickr CC Mykl Roventine

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