9 Facebook-Fehler, die Touristiker machen – Juni-Newsletter für Touristiker

Update – seit dieser Artikel im Juni 2010 online ging, hat sich auf Facebook sehr viel geändert. Was nicht mehr aktuell ist, habe ich durchgestrichen.

Von Einzelhoteliers bis Tourismusverbänden mit über 100 Mitarbeitern: Niemand ist vor Fehlern beim Einsatz von Social Media gefeit. Bei meiner Recherche für meinen APA-Workshop (am 23. Juni – mehr Infos unten) auf den Facebook-Seiten europäischer Metropolen bin ich auf überraschend viele Hoppalas gestoßen. Dabei wären diese Fehler so leicht zu vermeiden.

1) Stiefmütterlicher Info-Reiter

Im Info-Reiter gibt Ihnen Facebook die Möglichkeit, mehr über Ihr Unternehmen bzw. Destination zu verraten. Es stimmt schon, die Information wird nicht gerade überzeugend dargestellt. Die Schriftgröße ist viel zu klein. Es gibt keine Bebilderung. Die Textmenge ist beschränkt. Das ist dennoch keine Ausrede.

TIPP: Füllen Sie die Information unbedingt aus. Sie können die Texte jederzeit ändern.

 

2) Verwaistes Diskussions-Forum

Das Diskussions-Forum mit eigenem Karteireiter ist bei Facebook-Seiten voreingestellt. Selten füllen sich diese Foren wirklich mit Leben. Verwaiste Diskussionsforen machen aber keinen guten Eindruck.

TIPP: Wenn Sie nicht planen, Ihre Facebook-Seite für Diskussionen zu nutzen oder sich trotz Ihrer Bemühungen keine Diskussionen ergeben, dann schalten Sie diesen Reiter mit einem Mausklick unter „Seite bearbeiten“ weg.

3) Textbox nicht genutzt

Hier geht vielen Seitenbetreibern anscheinend der Atem aus: Das Textfeld unter dem Bild bietet 250 Zeichen für Ihren Text an.

TIPP: Machen Sie den Besuchern in diesem Feld Ihre Facebook-Seite schmackhaft. Vergessen Sie auf keinen Fall den Link zu Ihrer klassischen Webseite.

4) Tote Links

Ein häufiger Fehler: Es werden zwar Links in dem oben erwähnten Textfeld oder im Info-Reiter angeführt, sind aber nicht klickbar.

TIPP: Geben Sie Links auf Facebook immer mit „http://“ an, damit Besucher darauf klicken können.

5) Username nicht beantragt

Die Links von Facebook-Seiten bestehen meist aus einer Kombination von Begriffen, Sonderzeichen und Zahlenkolonnen. Das ist unschön und eignet sich nicht für die Online-Promotion.

TIPP: Sobald Ihre Seite 25 „Fans“ hat, können Sie (im eingeloggten Zustand) unter http://www.facebook.com/username/ eine stimmige URL beantragen. Kostet natürlich nichts!

6) Auftritt mit persönlichen Profilen der Mitarbeiter

Es macht keinen Sinn, wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter auf der Facebook-Seite mit persönlichen Profilen posten und kommentieren. Wieso? Weil Ihre Fans und potenziellen Fans nicht immer wissen, welche Personen im „Namen“ der Seite auftreten! Wer kennt schon die Namen aller Mitarbeiter eines Hotels, Museums oder Destination?

TIPP: Jede Meldung sollte stattdessen eindeutig dem Facebook-Betreiber zuordenbar sein. Berechtigte Mitarbeiter können als Administrator offiziell im Namen des Facebook-Seitenbetreibers auftreten. Damit es persönlicher wird, beenden Sie Meldungen mit einem Namen. Das ist besonders angebracht, wenn es um offizielle Reaktionen auf Fragen oder Kommentare der Fans geht.

7) Kein Lebenszeichen

Wenn Fans Ihre Meldungen kommentieren, eigene Meldungen auf der Seite schreiben, Fragen stellen, Fotos und Videos uploaden (soweit Ihre Einstellungen das zulassen), so sollten Sie so bald wie darauf möglich reagieren. Interaktion ist das Zauberwort! Deswegen sind wir überhaupt auf Facebook.

TIPP: Also bitte pronto reagieren. Teilen Sie im Voraus ein, wer im Betrieb dafür zuständig ist. Die Reaktionen müssen nicht zeitraubend sein.

8) Landeseinstellung beschränken

Das ist wohl der allergrößte Fehler: Für die Facebook-Seite kann man nicht nur Alters-, sondern auch Länderbeschränkungen eingeben. Diese Optionen machen allerdings im Tourismus keinen Sinn. Eine wunderschöne deutsche Millionenstadt (allerdings nicht Berlin) tat es dennoch: Der Zugriff auf die Facebook-Seite wurde irrtümlicherweise nur für deutsche Online-Besucher freigegeben! Als ich Sie darauf hinwies, wurde mir nur knapp per Mail gedankt.

TIPP: Eine Einschränkung macht keinen Sinn, ist aber ohnehin NICHT voreingestellt! Und wenn Ihnen jemand hilft, einen Social Media-Fehler zu beheben, zeigen Sie sich so dankbar wie möglich. Es könnte ja eine Bloggerin oder Journalist sein ;-)

9) Profil statt Seite

Die Mutter aller Fehler: Statt einer Seite (=Page, vulgo Fanseite), wurde ein persönliches Profil eingerichtet. Persönliche Profile sind nur sichtbar, wenn man ein Facebook-Freund des Profil-Inhabers ist. Okay, keiner der Tourismusverbände machte diesen Fehler. Aber sicher ist sicher.

TIPP: Richten Sie erst ein persönliches Profil mit Ihrem Namen ein, dann eine Seite für Ihren Betrieb.

Zuletzt sozusagen der Vater aller Fehler: Eine Facebook-Seite anlegen – ohne Plan und Ziel.

Wie ist das bei Ihnen. Haben Sie schon eine oder überlegen Sie noch? Wenn Sie im Sommer endlich mit Social Media durchstarten möchten oder eine Referentin für Workshops, Impulstage und Kundenevents suchen… Dann freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Zögern Sie nicht zu lange, denn die Termine werden knapp, vor allem im Herbst.


Das wars für heute. Danke fürs Lesen.

 

Wien, 8. Juni 2010

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