So erstellen Sie Ihren Social Media-Plan für 2010

Als ich vor über drei Jahren begann, Hotels und Destinationen beim Einsatz von Social Media zu beraten – damals war meist nur von Web 2.0 die Rede – blickte ich oft in höflich desinteressierte bis offenkundig ablehnende Gesichter. Heute ist das anders.
 
Die grundlegenden Fragen sind aber gleich geblieben: „Wie kann ich Social Media nutzen?“

Ein Twitter-Account und eine Facebook-Seite sind schnell umgesetzt. Danach folgt oft Ratlosigkeit wie der neue Kanal genutzt werden soll und woher die Follower und Fans kommen sollen.


Denn ein Grundsatz der Internet-Anfänge hat sich bis heute nicht geändert: Content is King! Ohne Content entsteht keine Community. Und ohne Community bleiben die erwünschten viralen Marketingeffekte auf der Strecke. Im Klartext: Dann ist der Einsatz auf Twitter und Facebook verlorene Liebesmüh! Wenn Sie Ernst machen möchten mit Social Media für Ihren touristischen Betrieb, sollten Sie sich also vorher überlegen, was und wie Sie damit eigentlich kommunizieren können – und können!

Mein Tipp: Erstellen Sie einen Social Media-Kommunikationsplan. Das hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Der Plan sollte übersichtsartig festlegen, welche Ihrer Botschaften in Zukunft in den verschiedenen Social Media-Kanälen landen sollen. Als Basis dient dabei immer:

  • Wie können Sie Social Media zur interaktiven Vermittlung Ihrer Unique Selling Proposition (USP) einsetzen?
  • Oder: Wie kann Social Media den USP Ihres Hauses, Ihrer Destination, Ihrer Agentur oder Ihres Ausflugsziel transportieren?


Vom Begriff USP bzw. Alleinstellungsmerkmal ist im klassischen Marketing immer wieder die Rede. Denn laut Theorien funktioniert nichts, wenn das Alleinstellungsmerkmal nicht klar ist. Vielleicht fragen Sie sich bei diesem Marketing-Ausdruck, wie Sie sich gegenüber vergleichbaren Anbietern abgrenzen können. Es ist tatsächlich nicht leicht - wenn Sie den Begriff beim Namen nehmen. Einfacher ist es, wenn Sie eine Liste mit Argumenten erstellen, wieso Gäste, Besucher oder Kunden sich für Ihr Angebot entscheiden (sollten).

Wie ich es machen würde


Wäre ich zum Beispiel Hoteliere, würde ich mit einem Brainstorming aller positiven Argumente und Eigenschaften meines Hauses beginnen. Die Gästebewertungen auf den bekannten Plattformen liefern dabei wertvolles Feedback. Heranziehen würde ich zusätzlich die Rückmeldungen meiner Stammgäste, die nicht online bewerten. Von besonderer Bedeutung sind auch die Meinungen der wichtigsten Mitarbeiter.

Diese Liste würde ich mit den Vorteilen meiner Mitbewerber vergleichen. Auch bei dieser „Mitarbeiteranalyse“ hilft mir die Recherche auf deren Webseiten und die „Analyse“ ihrer Online-Bewertungen.

Meine Liste würde dann Punkte enthalten, die für Gäste jetzt schon wirkliche Buchungsargumente sind – oder in Zukunft durch die richtige Vermittlung sein können! Und die kommuniziere ich dann natürlich auf meinen geplanten Social Media-Kanälen:

a)    einerseits mit Content wie
  • Fotos
  • News
  • Videos und
  • Links
b)    andererseits durch die direkte Online-Kommunikation durch
  • Twitter-Meldungen
  • Kommentare und
  • Status-Updates

Ich hoffe, das Beispiel war verständlich genug. Für beide Bereiche gilt: Wenn sie in Einklang mit der grundsätzlichen Positionierung Ihres Betriebes bleiben, wird Ihre Social Media-Strategie langfristig aufgehen!

Ihre Meinung interessiert mich sehr - können Sie sich vorstellen, diesen Tipp in die Tat umzusetzen?

Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, kontaktieren Sie mich bitte!

Wenn Sie noch Fragen haben: Kurze & knackige Antworten gibt es für Fans der passionPRlounge auf Facebook.

Über Ihr Feedback freut sich

Karin Schmollgruber

Wien, 29. Dezember 2009

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