8 Wege, um online Besucher zu vertreiben – Juli-Ausgabe


Auf der Suche nach einer schönen Ferienwohnung am Wolfgangsee habe ich dieses Wochenende unsäglich schlechte Webseiten gesehen. Aus einer der schönsten Urlaubsregionen Österreichs scheinen gleichzeitig auch einige der schlechtesten virtuellen „Auftritte“ zu kommen!

Um diesen Sommer noch Spätentschlossene und Ausflügler von Ihrem Angebot zu überzeugen, vermeiden Sie folgende Fehler:

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Jetzt neue Termine:

Web 2.0 -Workshop für Touristiker am 9.10. in Wien & am 15.10.2009 in Köln.
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1) Die Seite startet mit einer langsamen Intro-Seite, die nichts mehr als ein geschöntes Foto oder eine Fotocollage aufweist, einen Willkommens-Gruß und die Sprachauswahl. Merke: Der „Skip-Button“ zum Überspringen ist vermutlich der meist geklickte Link im Internet!

2) Noch schlimmer: Besucher werden mit einer „flotten“ Melodie überrascht, die automatisch startet. Das ist besonders peinlich, wenn sich der Interessent am Arbeitsplatz befindet. Zuhause ist es auch nicht viele besser, wenn das schlafende Kind dadurch geweckt wird. Oder der Partner wissen will, was man sich gerade anschaut.

3) Informations-Texte sind entweder zu knapp oder müssen mühsam erscrollt werden, weil es das Design nicht anders erlaubt. Der Besucher bleibt also uninformiert.

4) Preisangaben befinden sich nicht auf der Website, sondern im aktuellen Prospekt. Der muss herunter geladen werden und ist natürlich nicht für Download optimiert (zu große Datenmengen). Steigerung: Der Prospekt ist in mehrere Dateien aufgeteilt. Der Besucher darf also rätseln, in welchem Teil sich die Preise verstecken.

5) Noch eine Steigerung: Sämtliche wichtigen Infos über Sehenswürdigkeiten, Ausstattung, Services und Aktionen werden nur in Form eines Downloads angeboten.

6) Auch nicht besser: Wichtige Angaben wie Öffnungszeiten, Anfahrt, Preise müssen erst gesucht bzw. „erklickt“ werden. Gerade bei Ausflugszielen und Museen gehören diese Angaben auf jede Seite, bzw. sollten von jeder Seite anklickbar sein. Eine Webseite soll keine Safari sein!

7) Die Geographie-Kenntnisse der potenziellen Besucher werden überschätzt. Zwar werden die  Gegend und deren Vorzüge beschreiben, aber nicht an, wo man konkret (Land & Himmelsrichtung) zu finden ist.

8) Die Kontaktadresse versteckt sich in winzigen Lettern ganz unten auf der Website oder gar nur auf einer einzigen Seite. Noch schlimmer, wenn die Adresse nur als Bild abgespeichert wurde. Top-Ärgernis: statt Kontaktadresse nur ein Formular zum Ausfüllen.

Über veraltete Angaben, überholte Prospekte, nichts sagende Bilder will ich gar nicht erst reden… 

Übrigens, in meinem Individual-Workshop geht es nicht nur um Web 2.0. Schon vor dem Termin analysiere ich Ihre Webseite, damit wir auch klassische Web 1.0-Fehlerchen angehen. Mehr Infos über dieses Angebot (im Sommer nur in Wien, ab Mitte September auch österreichweit) finden Sie hier>

Das war es für heute. Ich hoffe, es war wieder etwas für Sie dabei. Wenn Sie noch Beratung oder eine Schulung brauchen, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.

Auch Ihre Fragen oder Kommentare in meinem Weblog sind natürlich willkommen. Alle bisherigen Ausgaben vom 5-Minuten-Impuls finden Sie hier>

Karin Schmollgruber
Wien, 6. Juli 2009