3 Fragen rund um Web 2.0 im Tourismus – Jänner-Ausgabe

Im ersten 5-Minuten-Impuls für Touristiker möchte ich Antworten auf 3 Fragen geben, die in meinen Vorträgen und Workshops über Web 2.0 immer wieder gestellt werden.

Ich freue mich, wenn Sie auch eigene Fragen oder Themen beisteuern, die Ihnen am Herzen liegen.

1) Ich kenne mich im Internet gut aus – was Web 2.0 ist,
verstehe ich immer noch nicht.

Wenn ich die Frage nach „was soll Web 2.0 eigentlich sein“
am Telefon beantworte, bitte ich meinen Gesprächspartner
meistens, meine Webseite www.passionpr.at zu öffnen.
Ich weise dann auf die verschiedenen Videos und Powerpoint-
Folien meiner Auftritte hin, die sich auf der Seite befinden.

Für die Veröffentlichung setze ich fast ausschließlich
Web-2.0-Instrumente ein: Die Website erstellte und aktualisiere
ich mit meiner Weblog-Software. Die Folien lade ich als PDF
auf die Plattform www.slideshare.com, wo sie in klickbare
Präsentationen umgewandelt werden. Und die Videos stehen
eigentlich auf der deutschen Video-Plattform www.sevenload.de.

Mit dem „Embed-Code“ dieser Plattformen bette ich diese Contents
durch einfaches Kopieren/Einfügen auf meiner Webseite ein.
Einfacher geht es wirklich nicht. Das sagt jemand, der bis
heute das Videogerät nicht programmieren kann!

All diese Instrumente können Sie auch als Touristiker
einsetzen.
Denn sie erlauben uns, Geschichten besser zu
erzählen. Und mit Geschichten meine ich natürlich marketing-
taugliche Geschichten und Präsentationen unserer Angebote.
Setzen Sie dazu Videos, Fotos, Berichte oder sonstige
Informationen ein, die Sie womöglich sogar selber erstellt
haben.

Bei der Gestaltung Ihrer Website
sollten Sie sich nicht
an den touristischen Mitbewerbern orientieren, sondern die
Ansprüche erfüllen, die Kunden an klassische Medien stellen:
Aktualität, Service, originäre Information, und Unterhaltung.
Viele dieser Ansprüche lassen sich durch die oben genannten
Veröffentlichungsinstrumente wie Weblogs, Bilder- und
Videoplattformen erfüllen.

Das Besondere: Die Abonnierfunktion dieser Medien ermöglicht
den automatischen Versand von neuen Inhalten an die Interessenten
(mittels RSS = Real Simple Syndication).
Und damit nicht genug: Durch Vernetzung in den verschiedenen
Social Networks können wir mehr potenzielle Gäste ansprechen.
Aber das ist ein Thema für einen zukünftigen Newsletter!

2) Was sind Weblogs?

Oft werden Weblogs (abgekürzt Blogs) als umgekehrt
chronologische Webseiten mit Kommentar- und Abonnierfunktion
bezeichnet. Manche sagen auch Online-Tagebücher dazu.
Tatsächlich gibt es Weblogs, die wie Tagebücher zu lesen
sind, aber sicher nicht alle. Viele große Unternehmen –
nicht nur aus der Technologiebranche – setzen Blogs ein,
um beispielsweise

– authentischer mit ihren Kunden zu kommunizieren
– leichter Fotos, Videos und andere Infos zu veröffentlichen
– ihre Suchergebnisse zu verbessern
– schnell auf Aktuelles zu reagieren

Jeder Beitrag kann von Lesern kommentiert werden, allerdings
nur wenn Sie das wollen und auch erlauben. Im Unterschied
zu Foren kann also nicht irgendjemand einen Beitrag
veröffentlichen, sondern nur der verantwortliche Blogbetreiber.
Das bedeutet auch, dass Sie es in der Hand haben, worüber,
wie, und wie oft berichtet wird.

3) Können wir nicht einfach Web 1.0 weiter machen?

Diese Frage kommt manchmal von Touristikern, die eine
ohnehin preisgekrönte Web-1.0-Seite haben. Natürlich können
Sie weitermachen wie bisher.
Aber dann vergeben Sie sich
die Chance, potenzielle Gäste besser zu informieren und
von den Vorzügen Ihrer Leistungen zu überzeugen.

Wie das geht?
Durch Hinweise auf Bewertungen anderer Gäste.
Durch den Einsatz von Videos, MP3 oder Bildershows,
für die auf den diversen Plattformen ein schier unendlicher
Raum online zur Verfügung steht. Bedenken Sie, wer die
verschiedenen Web-2.0-Instrumente intensiv nutzt,
bei dem hinterlassen „Web-1.0“-Seiten ein unbefriedigendes
Gefühl. Außerdem wächst die Gruppe der potenziellen Gäste,
die Web 2.0-Instrumente und -Medien bewusst oder unbewusst
nutzt, jeden Tag.

Ich ziehe auch gerne folgenden Vergleich: Herkömmliche
Seiten wirken, egal wie professionell und schön sie sind,
wie ein Geschäft, dessen Auslagen verführerische Waren anbieten,
dessen Verkäufer aber weder mit den Kunden sprechen,
noch andere Kunden zu Wort kommen lassen und zudem
die persönliche Beratung verweigern. Es fehlt die
„menschliche Stimme“.

Das war es für heute. Wenn Sie Ihr Wissen vertiefen möchten,
blättern Sie doch bitte in Ihrem Gratis-Report nach Tipps,
die auf Ihren Betrieb passen.

Wien, 13.1.2009

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Ich bin Karin Schmollgruber: Online-Pionierin mit über 15 Jahren Erfahrung in der digitalen Kommunikation... und austro-chilenische Wahl-Wienerin, die Sie garantiert nicht in der (Online)-Wüste stehen lässt! Sind Sie bereit? Über unsere Leistungen >> und Referenzen >> Sie wollen sofort raus aus der Wüste? Rufen Sie mich an: +43/699 1925 4040